Unterwegs in der Rureifel und im Hohen Venn

Frühlingsausfahrt der Regionalgruppe Köln

Sattgrüne, gelb und weiß getupfte Frühlingswiesen, Bäume im zarten Blütenkleid, dunkle Nadelwälder, malerisch gelegene Stauseen, leuchtend gelbe, duftende Rapsfelder in farbigem Wetteifer mit hellblauem Himmel, das alles erkundet auf Straßen, die sich in scharfen Kehren hinauf- und hinabwinden oder in sanftem Schwung weite Blicke über die Höhenzüge der Eifel freigeben: Triumph-Herz, was willst Du mehr?

Das alles und noch mehr erwartete uns auf unserer diesjährigen Frühlingsausfahrt der Regionalgruppe Köln!

Nach der traumhaft schönen Osterwoche war das Wetter zwar wieder wechselhafter geworden, dennoch trafen wir uns guten Mutes am dritten Aprilsonntag bei Düren zu einer Tour durch die Rureifel und das Hohe Venn. Und, um es vorweg zu sagen, der Wettergott meinte es überwiegend gut mit uns.

Gleich hinter Nideggen schraubten sich unsere Oldies in die Höhe und wir durften die ersten wunderbaren Fernblicke genießen, bevor es hinunterging zum Rursee, einer seinerzeit zur Wasserstandsregulierung der Rur erbauten Talsperre, die heute gleichermaßen als Stromerzeuger dient und sich darüber hinaus zu einem beliebten Anziehungspunkt für Wassersportler und Wanderer entwickelt hat. Unverzüglich führten uns spektakuläre Serpentinen wieder bergauf in Richtung Simmerath und Monschau. Die alte Tuchmacherstadt, ehemaliger Sitz der Herzöge von Limburg, ist schon alleine wegen seiner pittoresken Altstadt einen Abstecher wert, aber wir wollten ja weiter. Und so ging es nach kurzem Seitenblick auf Haller und Burg bergan entlang der waldumsäumten Perlenbachtalsperre in die Belgische Eifel hinein, auf einsamen Straßen und durch abgelegene Dörfer hinunter bis nach Amel und schließlich St. Vith im Schnittpunkt zwischen Eifel und Ardennen. Zahlreiche Ortsschilder, Straßennamen und Ladenlokale am Wegesrand zeigten uns, dass wir im deutschsprachigen Teil des Königreichs unterwegs waren.

Unsere Mittagspause verbrachten wir unweit von St. Vith im „Biermuseum“ Rodt-Tomberg. Dabei handelt es sich nicht um ein Museum im herkömmlichen Sinn, sondern um ein Ausflugslokal, das im Winter zudem als Skihütte dient. Allerdings verleihen die mit rund 4000 Flaschen verschiedener Biersorten aus 140 Ländern bestückten Innenwände mit dazu passenden Gläsern und Utensilien dem Ganzen tatsächlich einen musealen Charakter!

Frisch gestärkt und nach einem obligatorischen Gruppenfoto starteten wir in die zweite Etappe. Langsam aber stetig stiegen wir auf den höchsten Punkt unserer Tagestour, den „Schwarzen Mann“, mit 700 m gleichzeitig die höchste Erhebung der Schneifel. Der Name dieses Gebirgszugs leitet sich aus dem früheren Sprachgebrauch für das Wort „Schneise“ ab, die einmal über diesen Höhenkamm verlief. Die später in Anlehnung an Schneifel kreierte Bezeichnung „Schnee-Eifel“ entstammt der Preußen-Zeit, bezieht sich aber auf ein größeres Gebiet.

Durch das beschauliche Prether Bachtal näherten wir uns Hellenthal und der Oleftalsperre. Ein paar Tröpfchen vom Himmel lohnten zunächst nicht, die Scheibenwischer zu betätigen, aber dann zeigten die inzwischen aufgezogenen dunklen Wolken doch Wirkung. Also die Mützen auf und weiter. Ein kurzer Zwischenstopp an der Historischen Senfmühle in Monschau verleitete jedoch schon wieder zum Öffnen unseres Verdecks und dann erlebten wir auf dem Weg nach Eupen typisches Hohes Venn: eine abgelegene Hochmoorlandschaft mit Heidepflanzen, Woll- und Pfeifengräsern, buschigen Sträuchern und knorrigen Moorbirken im Wechsel mit dichteren Waldpartien.

Ein kurzer, aber etwas heftigerer Regenschauer bei Eupen ließ uns das Gaspedal Richtung Zielort Aachen noch etwas kräftiger durchtreten und so trafen wir schließlich wohlbehalten in der Kaiserstadt zum gemeinsamen Abendessen ein. Ein kleinere Panne wurde unterwegs noch schnell auf biologische Art mit frischem Bachwasser behoben (wir sind ja nachhaltig!). Ansonsten blieben wir jedoch von Ausfällen, die bei unseren Oldies immer wieder mal vorkommen können, verschont.

Nach später Heimkehr hatte der Verfasser dieser Zeilen gut 400 Tageskilometer auf dem Tacho; beeindruckender für den Niederrheiner waren jedoch die an diesem Tag bewältigten 5.000 Gesamthöhenmeter. Es war eine von unserem Gruppenmitglied Gregor wunderbar ausgearbeitete Tour, für die wir uns bei ihm an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bedanken!

Walther Uhling

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