

Der Süden fährt vom 10.-12. Juli zum 5-Gruppentreffen in den Bayrischen Wald nach Zwiesel
Die Glasbarone der letzten Jahrhunderte ließen sich mitten im Bayrischen Wald nieder und wussten schon wo es schön war. Allerdings war es weniger die Schönheit der Natur, die sie herzog, sondern der riesige Waldvorrat, den die Glashütten als Brennholz zur Herstellung von Glas brauchten. Die Kunst der Glasherstellung hat ganze Dynastien hervorgebracht und reich gemacht. Wir Besucher können das in Zwiesel im Herzen des Bayrischen Waldes bestaunen. Zum Glück ist noch reichlich Wald übriggeblieben. Der Nationalpark Bayrischer Wald wurde 1970 dann auch als erster Nationalpark Deutschlands gegründet. Hier hat man sich auch schon vor langer Zeit von den Monokulturen verabschiedet und lässt wieder den Urwald entstehen, der hier einst existierte. Das macht sich auch an der Vielzahl der wilden Tiere bemerkbar, die hier wieder heimisch werden. Lux, Elch, Wolf und Bär sind zurück. Ich habe übrigens auch immer einen Bären dabei … den ich jemand anders aufbinden kann J.
Unsere Vorfreude wurde nicht enttäuscht, schon auf der Hinfahrt bekommen wir einen Vorgeschmack auf diese tolle Landschaft. Auch unser Hotel, das Robenstein, ist sehr beeindruckend. Die Villa eines früheren Glasbarons wurde zu einem stilvollen Hotel umgebaut … und so richtig mit Vorfahrt, hohen Säulen am Entrée und Butler, der einem aus dem Auto hilft, es einparkt und sich um das Gepäck kümmert … OK, die letzten Sachen hat der Wolfgang netterweise für mich ausnahmsweise übernommen J (hatte das Knie kaputt).


Einige von uns haben sich das ‚Starfighter-Museum‘ in Niederalteich nicht entgehen lassen. Unser Clubkollege Helmut Huber ist früher so ein Geschoss geflogen und hat ‚die Karre‘ nach seinem letzten Flug einfach dort abgestellt (OK, das letzte war auch erfunden). Er hat den Besuch organisiert und für Technik-freaks ist es ein Muss.
Abends waren wir dann alle zusammen und mit über 20 TRs und über 40 Teilnehmern eine illustre Runde mit den vertretenen Gruppen Nordbaden, Nürnberg und München. Gespeist wurde in einem separaten Saal im Nachbargebäude. Auf der Veranda gab es zum Empfang einen erlesenen kühlen Cuvèe und ein paar warme Worte. Bei der anschließenden Schlacht am Buffet gab es aber kein Halten mehr … wir waren alle hungrig. Anschließend gings noch an die klassische Bar – helles Bier auf dunklem Holz und schwere, große Ledersessel… den dazu passenden edlen Zigarrengeruch … musste man sich halt vorstellen J.


Am Samstag ging es auf die Piste. Das Wetter war bombig und Helmut Schmidt hatte 3 wunderbare Routen zusammengestellt (kurz – mittel – lang). Kleine Grüppchen machen sich auf den Weg – wir waren mit 4 Triumph zur großen Runde aufgebrochen. Tolle Kurven und grandiose Ausblicke bringen Fahrspaß pur. Wir halten für einen kurzen Stopp am großen Arbersee – kleiner Zeh ins Wasser … alles klar… wir freuen uns, wenn andere baden gehen … Von der Hindenburgkanzel hat man einen wunderbaren Panoramablick. Mittags sind wir schon wieder in der Nähe von Deggendorf und halten für einen kurzen Snack, denn ab 13:00 wartet noch ein Highlight auf uns: das Fahrzeug & Kunstmuseum Streicher in Stritzling bei Lalling. Es ist eigentlich inzwischen geschlossen, aber für uns haben sie 2 Stunden aufgemacht. Neben ein paar schönen Klassikern gibt es hier einige wilde Raritäten zu sehen (z.B. Fahrrad mit Kardanantrieb, Willis BMW-Motorrad mit Käfermotor, Zündapp Janus oder der Kleinstwagen von Kleinschnittger ohne Rückwärtsgang (der Wagen wurde einfach hinten angehoben und umgesetzt) usw.). Der Chef konnte zudem wahnsinnige Geschichten zu den Exponaten und den Eigentümern erzählen … man hätte ein Tonband mitlaufen lassen sollen. Auf dem Rückweg ging es noch vorbei an der höchsten Glaspyramide im Zentrum von Zwiesel: 93665 Gläser wurden in 65 Ebenen zu einer ca. 8m hohen und 11,6 Tonnen schweren Pyramide gestapelt – schon beeindruckend, aber keine Ahnung, wieviel Versuche es gebraucht hat. Es war ein toller Tag und es gab viel zu erzählen mit den anderen …





Am Abend lassen wir es uns nochmal richtig gut gehen bei Speis und Trank in der Villa Robenstein. Der Sonntag macht seinem Namen alle Ehre und ist zugleich Heimreisetag. Wie schön, dass wir uns in dieser netten Runde wiedersehen konnten. Nicht jeder schafft es zum Pfingsttreffen und so ist das 5-Gruppentreffen für die Südländer immer wieder eine wunderbare Gelegenheit sich zu sehen. Nächstes Jahr freuen wir uns schon auf das Treffen bei den Nordbadenern in Ettlingen
von Andy Kuhn














