Yannick Szczygiel, 24

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Vita:
Name: Yannick Szczygiel,
Jahrgang: 1992
Beruf/Ausbildung: Dualer Student Maschinenbau bei Phoenix Contact
Mein Fahrzeug:
Typ: Triumph TR4
Alter: Baujahr 1964 (seit 1988 im Renneinsatz)
PS: 165,
max.Speed: 210 km/h,
Besonderheit: FIA Anhang K Fahrzeug und damit in unterschiedlichen Rennserien international einsetzbar.
Wert in Euro: ca. 50000.- Euro

 
Fragen:

Weißt Du noch, wann, unter welchen Umständen du vom Autovirus und dann vom Rennvirus befallen wurdest?

Laut Erzählungen wollte ich schon mit 4 Jahren unbedingt mit meinem Vater mit zur Rennstrecke und so begleitete ich ihn damals nach Monza. Seitdem fuhr ich des Öfteren mit und half auch gelegentlich bei den Vorbereitungen des Rennwagens. Ich war also von Anfang an immer mit dabei und dadurch komplett vom Auto- bzw. Motosportvirus infiziert.

Wie kamst du dann selbst zum Rennfahren?

Je öfter ich mit an der Rennstrecke war, desto mehr wurde mir klar, dass ich schnellst möglich auch selbst ans Steuer möchte. Zu meinem 18. Geburtstag bekam ich dann den Lehrgang zum Erwerb einer Rennlizenz geschenkt und so nahm ich nach einem kurzen Trackday an den ersten Rennen in der Saison 2011 teil.

Was begeistert dich am Rennfahren? 

 

Kurz gesagt: Einfach alles! Dabei spielt der Wettkampfgeist mit die größte Rolle. Dazu kommt das Fahren auf besonderen Rennstrecken und vor allem auch die Atmosphäre an dem gesamten Rennwochenende.

Dein schönstes Rennerlebnis?

Mein schönstes und gleichzeitig erfolgreichstes Erlebnis war das Rennen 2015 in Zandvoort, bei dem ich mit dem Morgan +8 von Paul Conway starten durfte. Nach einem technischen Defekt im ersten Rennen musste ich im zweiten Rennen vom letzten Platz (28. Platz) starten und konnte dennoch den Gesamtsieg einfahren.

Das Verhältnis Lust und Frust?

Da ich bisher bis auf kleinere Defekte keine größeren Schäden oder Ausfälle zu beklagen hatte, hielt sich der Frust sehr in Grenzen. Ich denke aber im Motorsport ist es nicht anders als in anderen Sportarten und so kommen ab und zu auch weniger erfolgreiche Tage bzw. Rennen dazu.

 

Was hilft, Frust zu überwinden und weiterzumachen?

 

Nach einem weniger gut gelaufenen Rennen gibt es immer ein nächstes Rennen, bei dem wieder alle Chancen gleich stehen. Dabei ist meist die Motivation nochmal höher, eine besonders gute Performance abzuliefern.

Hast du dein Auto selbst aufgebaut?

Nein. Das Auto hatte mein Vater damals komplett aufgebaut und nach und nach kleine Veränderungen bzw. Reparaturen durchgeführt, bei denen ich ihn unterstützt habe.

Kannst du Alles an deinem Auto selbst reparieren?

Alles definitiv nicht, aber es wird mit der Zeit immer mehr. So kann ich kleinere Service Leistungen selbstständig durchführen, wogegen ich bei komplexeren Sachen auf die Erfahrung meines Vaters angewiesen bin.
Grundsätzlich tauschen wir uns bei Veränderungen bzw. Verbesserungen immer aus und versuchen so das Auto bestmöglich vorzubereiten.


 

Wie viel Zeit und Geld hast du investiert? 

 

Das kann ich so konkret gar nicht sagen. Ich habe immer versucht einen finanziellen Beitrag in der mir möglichen Höhe zu zusteuern. Die investierte Zeit habe ich auch nie gezählt. Da es für mich ein Hobby und damit Spaß ist, war es mir jede Zeit wert.

 

Wie viele Leute unterstützen dich aktiv an einem Rennen?

Aktiv unterstützt mich vor und bei den Rennen mein Vater, der sich hauptsächlich um das Auto und die ganzen Vorbereitungen kümmert. Finanziell wurde ich dabei bisher von meiner ganzen Familie unterstützt.
Außerdem zu erwähnen ist die Unterstützung von Paul Conway, der mich mit seinem Auto hat fahren lassen, als unser Auto nicht einsatzfähig war.

 
Wie hoch ist der finanzielle Aufwand, gerechnet auf ein Jahr?

Das ist schwierig zu beurteilen, da einige unvorhersehbare Faktoren wie Schäden usw. eine Rolle spielen. Allerdings kann ich sagen, dass durch die Förderung für junge Leute und die grundsätzlich sehr kostengünstige Rennserie der finanzielle Aufwand für eine Rennsaison in einem verhältnismäßig kleinen Rahmen bleibt. Im Vergleich zu anderen Rennserien oder gar Motorsport im modernen Bereich ist diese Art von Rennsport definitiv „low budget“.

Kannst du etwas zum Teamgeist innerhalb der TC oder anderer Gruppen sagen?

Während auf der Strecke stets hart aber fair gekämpft wird, sind im Fahrerlager alle gute Freunde! Dabei wird Hilfe untereinander und das gemeinsame Zusammensitzen groß geschrieben. Dazu wird der Teamgeist durch Aktionen wie gemeinschaftliches Grillen, einem Serienzelt uvm. gestärkt.

Wie viele Stunden pro Woche gehen auf das Konto dieser besonderen Freizeitbeschäftigung?

Auch das kann ich so konkret leider nicht beantworten. Gerade im Sommer und besonders kurz vor den Rennwochenenden kann der zeitliche Aufwand durchaus auf 15h pro Woche hinauslaufen. Im Winter hingegen ist der Aufwand dann aber deutlich kleiner.
Grundsätzlich lässt sich diese Freizeitbeschäftigung aber mit einem durchschnittlichen Job vereinbaren, wenn auch gelegentlich Prioritäten im privaten Umfeld gesetzt werden müssen.


Bleibt noch Zeit für andere Freizeitaktivitäten aller Art?

Definitiv Ja! Ich selbst spiele noch Squash und schaffe es sogar noch mit dem Motorrad einige Rennveranstaltungen zu bestreiten.

Welchen Rat oder Hinweis kannst du Leuten geben, die auch gerne Rennen fahren möchten?

Erst einmal würde ich vorschlagen Rennveranstaltungen als Zuschauer zu besuchen. Dabei gilt es zunächst herauszufinden ob einem die gesamte Atmosphäre an einer Rennstrecke gefällt.
In einem nächsten Schritt sollten unbedingt erste Erfahrungen auf der Rennstrecke bei einen Trackday o.ä. gemacht werden. So lässt es sich ohne große finanzielle Aufwände herausfinden, ob der Motorsport einen derart begeistert.



Alle, die mehr wissen möchten, nehmen Kontakt auf über das Referat: Koordinator Triumph-Competition

 

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